Neue Zielgruppen für Creator*innen
30. April 2024
Bisher haben Creator*innen mit großer Reichweite und Aggregatoren von repostetem Content aufgrund unseres Ranking-Verfahrens in den Empfehlungen mehr Sichtbarkeit erhalten als kleinere Creator*innen mit Originalinhalten. Wir halten es für wichtig, dies zu korrigieren, damit alle Creator*innen eine fairere Chance haben, neue Zielgruppen zu erreichen.
Dafür führen wir vier Änderungen ein:
- Es gibt ein neues Kriterium für Ranking, das kleineren Creator*innen mehr Sichtbarkeit gibt.
- Reposts werden in den Empfehlungen durch die Originalinhalte ersetzt.
- Reposteter Content erhält ein Label mit Verlinkung zum*zur ursprünglichen Creator*in.
- Aggregatoren werden aus den Empfehlungen entfernt.
Mehr Chancen für Sichtbarkeit
Bisher wurden Reels in empfohlenen Inhalten hauptsächlich nach den Interaktionen der Follower*innen des Kontos gerankt. Das führte dazu, dass Konten mit der größten Reichweite am meisten Sichtbarkeit bekamen.
Wir arbeiten an einer neuen Methode für das Ranking von Empfehlungen, um allen Creator*innen eine faire Chance auf Reichweite zu geben. In diesem neuen Prozess wird jeder qualifizierte Content (wie etwa Originalinhalte, die nicht gegen unsere Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen, keine sichtbaren Wasserzeichen enthalten und unsere Richtlinien für Empfehlungen erfüllen) einem kleinen Publikum gezeigt, das wir für geeignet halten – unabhängig davon, ob diese Personen dem zugehörigen Konto folgen oder nicht. Die Reels mit der besten Performance, gemessen an den Interaktionen, werden einem etwas größeren Publikum gezeigt, die besten dieser Gruppe wieder einem noch größeren Publikum und so weiter. Diese Änderungen werden in den nächsten Monaten eingeführt.

Belohnung für Originalinhalte
Das Erstellen von Originalinhalten kostet viel Zeit und Mühe. Deshalb sollten diejenigen, die sie erstellen, auch Anerkennung und Sichtbarkeit erhalten, selbst wenn ihr Content von anderen repostet wird. Wir kündigen zwei Updates an, die dabei helfen sollen.
Wenn wir zwei oder mehr identische Inhalte auf Instagram finden, empfehlen wir nur das Original. Das bedeutet, dass das Original direkt anstelle des reposteten Contents in den Empfehlungen erscheint. Wir folgen diesem Ansatz nur, wenn der Originalinhalt relativ neu ist und wir aufgrund von audiovisuellen Signalen davon überzeugt sind, dass die Inhalte übereinstimmen. Wir werden Content nicht ersetzen, wenn dieser in bedeutender Weise verändert wurde, zum Beispiel, wenn dieser wesentlich bearbeitet wurde, um zu einem Meme oder Satire-Zusammenschnitt zu werden, mit einem neuen Voiceover versehen oder als Remix für eine Reaktion genutzt wurde. Das Ersetzen gilt nur in Bereichen, in denen wir Content empfehlen, wie in Explore, Reels und In-Feed-Empfehlungen. Wenn Content ersetzt wird, benachrichtigen wir den*die ursprüngliche*n Creator*in.
Wenn wir reposteten Content finden, fügen wir ein dauerhaft sichtbares Label hinzu, das auf den*die Original-Creator*in verweist. Im Moment können sowohl ursprüngliche Creator*innen als auch das Konto, das den Content neu veröffentlicht, ein Label entfernen, indem sie bei einem solchen Inhalt auf das Menü mit den drei Punkten tippen.

Entfernen von Aggregatoren aus den Empfehlungen
Um originellen Content zu belohnen, wollen wir die Aggregatoren von Inhalten weiter entmutigen, indem wir sie von Empfehlungen auf Instagram ausschließen. In den kommenden Monaten werden Konten, die wiederholt (10-mal oder öfter in den letzten 30 Tagen) fremden Content ohne wesentliche Bearbeitung posten, nicht mehr in empfohlenen Inhalten angezeigt. Diese Konten kommen erst dann wieder für Empfehlungen infrage, wenn sie in einem Zeitraum von 30 Tagen den Grenzwert von 10 Reposts unterschreiten. Dieser Wert wird rollierend berechnet und kann im Kontostatus eingesehen werden, wo Betroffene auch Einspruch einlegen können. Dies wird keine Auswirkungen auf eine Gruppe von Publishern haben, die über Lizenzvereinbarungen und/oder ausdrückliche Genehmigungen von Content-Creator*innen verfügen.
Dies betrifft auch nicht Content-Aufrufe von Aggregator-Konten durch Nutzer*innen, die diesen folgen. Diese Änderungen gelten unabhängig von unseren Richtlinien für geistiges Eigentum, die das Posten von Inhalten untersagen, die gegen die Rechte anderer Nutzer*innen an ihrem geistigen Eigentum verstoßen.
Richtlinien für Empfehlungen und Berechtigung
Zusätzlich zu diesen Updates folgt eine kurze Auffrischung zu anderen Faktoren, die bestimmen, ob Content empfohlen werden kann oder nicht.
Viele Bereiche auf Instagram nutzen Empfehlungen, um Personen neuen Content zu zeigen. So haben Creator*innen die Chance, auch von Personen entdeckt zu werden, die ihnen noch nicht folgen. Obwohl manche Inhalte möglicherweise nicht gegen unsere Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen, können sie als sensibel, unangemessen oder beleidigend empfunden werden. Menschen auf der ganzen Welt nutzen Instagram, darunter auch Personen ab 13 Jahren. Daher müssen wir sorgfältig darauf achten, welche Inhalte in Bereichen wie dem Explore- und dem Reels-Tab angezeigt werden. Deshalb haben wir zusätzlich zu unseren Gemeinschaftsrichtlinien auch Richtlinien für Empfehlungen, die sicherstellen sollen, dass empfohlene Inhalte einem hohen Standard entsprechen.
Bestimmte Kategorien von Inhalten sind auf unserer Plattform erlaubt, können jedoch nicht für Empfehlungen berücksichtigt werden. Darunter fallen folgende Beispiele:
- Content, der uns beeinträchtigt, für die Sicherheit unserer Gemeinschaft zu sorgen, darunter:
- Content, der Selbstverletzung, Suizid oder Essstörungen thematisiert oder Themen rund um Tod oder Depression verharmlost
- Content, der möglicherweise Gewalt darstellt, wie zum Beispiel kämpfende Personen
- Content, der sexuell anzüglich sein könnte, wie Bilder von Personen in durchsichtiger oder aufreizender Kleidung
- Content, der die Nutzung bestimmter regulierter Produkte bewirbt, wie Tabak- oder E-Zigaretten-Produkte, Produkte oder Dienstleistungen für Erwachsene oder Medikamente
- Content zu Gesundheit oder Finanzen, der sensibel oder von geringer Qualität ist, darunter:
- Content, der kosmetische Eingriffe bewirbt oder darstellt
- Content, der übertriebene Gesundheitsversprechen enthält oder versucht, Produkte oder Dienstleistungen auf Grundlage solcher Behauptungen zu verkaufen, wie „Wunderheilmittel“
- Content, der irreführende oder betrügerische Geschäftsmodelle bewirbt, wie zum Beispiel Kleinkredite
- politischer Content, der sich auf Themen wie Gesetze, Wahlen oder soziale Themen beziehen kann
- Content, den Nutzer*innen allgemein als unerwünscht melden, wie Clickbait oder Engagement-Baiting
- Content mit niedriger Publishing-Qualität, wie etwa nicht originaler Content, der größtenteils aus einer anderen Quelle übernommen wurde, ohne wesentlichen Mehrwert zu bringen
- falscher oder irreführender Content, wie etwa:
- Content mit Behauptungen, die von externen Faktenprüfern als falsch eingestuft wurden, einschließlich Fehlinformationen zu Impfungen
- Content, der den Gebrauch von gefälschten Dokumenten fördert, wie beispielsweise das Teilen eines Beitrags über die Verwendung eines gefälschten Ausweises
Wenn ein Beitrag gegen diese Richtlinien verstößt, versuchen wir zu vermeiden, ihn in Bereichen mit Empfehlungen zu zeigen. Sollte ein Konto wiederholt Content posten, der gegen unsere Richtlinien verstoßen, kann das Konto für eine gewisse Zeit von Empfehlungen ausgeschlossen werden. Wie oben erwähnt, können Creator*innen den Kontostatus nutzen, um herauszufinden, welche Inhalte möglicherweise nicht für Empfehlungen zugelassen sind. Sie können dort auch problematische Inhalte löschen oder Einspruch gegen eine Entscheidung einlegen, wenn sie glauben, dass ein Fehler vorliegt.
Unsere Richtlinien sollen sicherstellen, dass die Vorlieben unserer Nutzer*innen respektiert werden. Wir bieten allen die Möglichkeit zu steuern, wie viel oder wie wenig Content aus bestimmten Kategorien in den jeweiligen Empfehlungen angezeigt wird. Dazu gibt es unsere Einstellungen für sensible Inhalte oder die Einstellungen für politische Inhalte.
Wir sind überzeugt, dass diese Änderungen dazu beitragen werden, Instagram zu einem Ort zu machen, an dem alle Creator*innen die gleiche Chance auf Sichtbarkeit haben, und gehen davon aus, dass sie in den kommenden Monaten die Vorteile dieser Anpassungen wahrnehmen werden.

