@anubhaviiiiiii darüber, wie sich Beobachtungen aus dem echten Leben in authentische Reels verwandeln lassen

Anubhavi Yadav (@anubhaviiiiiii) ist eine Comedy-Creatorin, die alltägliche Beobachtungen in Charaktere verwandelt, die bei ihrem Publikum äußerst beliebt sind. Sie ist bekannt für ihre „that one …“-Serie – etwa „that one teacher in every parent-teacher meeting“ („der*die eine Lehrer*in bei jedem Elternsprechtag“) oder „that one annoying aunt“ („die eine nervige Tante“). Sie schöpft aus ihrer Kindheit in einer kleineren indischen Stadt, um Reels zu erstellen, die bei jungen Zielgruppen großen Anklang finden. In nur einem Jahr ist ihre Followerzahl von 20.000 auf 350.000 gestiegen, weil sie ihrer Beobachtungskomik treu geblieben ist und das Echte nie herausgefiltert hat.

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„Mein erfolgreichstes Test-Reel hat in drei Tagen 3,6 Millionen Aufrufe erzielt und mir 2.000 neue Follower*innen eingebracht. Da wurde mir klar, welche Kraft im Experimentieren liegt und wie wichtig es für mich ist, konsequent zu bleiben.“


Von der Arbeit in einer Werbeagentur zum Erstellen von Reels – wie hast du deine einzigartige komödiantische Stimme entdeckt und den Sprung gewagt?


Als ich Vollzeit in einer Werbeagentur arbeitete, musste ich Ideen für Reels sofort notieren. Ich habe nach der Arbeit gedreht oder am Wochenende fünf bis sechs Reels auf einmal in meiner Küche aufgenommen, weil dort das Licht gut war. Ich musste alles alleine machen, also entstand der Ansatz mit nur einem Charakter. Die starke Performance von ‚Red Flag Girl‘ bestätigte dies und inspirierte eine ganze Reihe unterschiedlicher Persönlichkeiten. Und als meine Reels immer mehr Aufmerksamkeit erregten, beschloss ich, mich neu aufzustellen, um ein breiteres und vielfältigeres Publikum anzusprechen.

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Du bist vom Aufgreifen von Trends zum Erstellen eigener Figuren übergegangen. Was hat diesen Wandel ausgelöst?


Anfangs habe ich Trends wie Tanz-Reels oder Bollywood-Klischees aufgegriffen, aber irgendwann kam ich damit nicht mehr weiter. Um neue Wege zu gehen, habe ich mich am echten Leben orientiert und die Serien girl next door und aunty next door entwickelt, die stärker auf kulturell spezifisches, lokal verwurzeltes Storytelling setzen. Wenn ich in meine Heimatstadt zurückreise, ist das wie eine Forschungsreise, um mit der Art verbunden zu bleiben, wie Menschen sprechen – mit ihren Dialekten und ihrem Humor. Ich wollte, dass meine Inhalte sich real anfühlen. Als Person of Color in einer Gesellschaft, in der hellere Haut oft als wünschenswerter gilt, war es mir wichtig, mein Aussehen nicht zu verändern, um einem bestimmten Standard zu entsprechen. Meine Figuren sollten bodenständig sein, nicht karikaturistisch. Deshalb habe ich von Anfang an keine Filter verwendet. Diese Veränderung kam sehr gut an und zeigte, dass echtes Storytelling mein Wachstum fördert.


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Woher weißt du, abgesehen von „Gefällt mir“-Angaben und dem Teilen von Inhalten, ob eine neue Figur oder ein neues Konzept bei deinem Publikum auf Reels wirklich gut ankommt?


Ich achte genau auf Kommentare und Direktnachrichten. Darin zeigt sich, ob etwas ankommt. Nutzer*innen fragen nach einem zweiten Teil oder schlagen Szenarien vor. Auch die Art der Interaktion verändert sich – von einfachen Reaktionen hin zu dialogorientierten Antworten. Mit Figuren wie der ‚Girl Who Has a Crush on Her Didi ka Devar‘ (Das Mädchen, das in den Schwager ihrer älteren Schwester verknallt ist) reagierten die Menschen, als wäre ich diese Figur. Ich gewann 11.442 neue Follower*innen in drei Tagen. Das zeigt, dass die Figur wirklich angekommen ist und die Verbindung vertieft.


Wie nutzt du die Tools von Instagram, um herauszufinden, was gut funktioniert?


Neben dem qualitativen Feedback schwöre ich auf die monatlichen Kennzahlen, die mir mein Professional-Dashboard liefert. Es zeigt, wann meine Zielgruppe aktiv ist, welche Reels am besten abschneiden und welche Formate zu einer Serie werden könnten. Dieser datengestützte Ansatz hilft mir, die ideale Balance zwischen dem zu finden, was meine Zielgruppe möchte, und dem, was ich als Creator*in machen möchte. Test-Reels sind besonders nützlich, wenn es darum geht, neue Formate ohne Druck zu testen. Ich habe Test-Reels verwendet, um Promi-Parodien zu testen. Das Reel erzielte 3,6 Millionen Aufrufe in drei Tagen. Und seitdem habe ich nicht mehr aufgehört, Trials zu nutzen. Sie sind mein echtes Testfeld.


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Was sollten deiner Meinung nach mehr Creator*innen darüber wissen, wie sie ihren kreativen Prozess beschleunigen können?


Creator*innen können die Edits-App nutzen, um verschiedene Lücken im Bearbeitungsprozess zu füllen. Zum Beispiel habe ich sie seit April 2025 in mehr als 85+ Reels verwendet. Was früher 30 Minuten dauerte, dauert jetzt weniger als 10 Minuten. Ich kann 90 % meiner Energie in meine Performance stecken und 10 % ins Posten. Allein die Stimmverbesserung und das Entfernen von Stille sparen mir so viel Zeit bei der Audiobearbeitung. Die Übergänge und Effekte lassen alles gleich viel professioneller wirken, ohne dass man dafür extra etwas tun muss.


Meta AI-Übersetzungen in der App haben meine globale Reichweite vergrößert. Mein Reel ‚Wife Who Doesn’t Hesitate‘ (Eine Ehefrau, die nicht zögert) wurde innerhalb von nur zwei Tagen in so viele regionale und internationale Sprachen übersetzt. Es war unglaublich zu sehen, wie mein Content Menschen über Sprachgrenzen hinweg erreicht – sogar in Sprachen, die ich selbst gar nicht spreche.

Welchen Rat würdest du Creator*innen geben, die gerade erst anfangen – vor allem denen aus kleineren Städten oder mit vielfältigen Hintergründen?


Warte nicht auf Chancen. Menschen aus kleineren indischen Städten wird oft gesagt, dass sie sich anpassen sollen, aber das, was dich anders macht, ist deine Stärke. Die Auffindbarkeit über Reels ist unglaublich! So konnte ich aus meinen Küchen-Shoots am Wochenende eine globale Community aufbauen. Ich finde es großartig, dass Instagram ein All-in-one-Ort ist, an dem ich aus einer schnellen Idee eine ausgearbeitete Figur mit Wiedererkennungswert entwickeln und dann sofort in meinen DMs Feedback von meiner Zielgruppe erhalten kann. Die direkte Feedbackschleife in Kombination mit den Creative Tools macht Instagram zum perfekten Ort für meine Art des Storytellings. Leg einfach los, bleib konsequent und vertraue darauf, dass eine authentische Perspektive über Reels immer ihre Zielgruppe findet.

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